#MeinRadrevier
Das Bild zeigt Kai U. Homann im Innenhafen Duisburg

Kai - Business-Biking-Man - Duisburg

Mein erstes Rad hat mir mein Vater Kurt im zarten Alter von fünf Jahre aus Schrottteilen zusammengebaut. Blauer Rahmen, gelber Rennlenker, rote Griffe. Keine Bremsen, keine Schutzbleche, kein Licht. Bei der Testfahrt sprang nach 500 Meter bergab die Kette ab. Am Bordstein „gebremst“ und voll auf die Backen gelegt. Knie blutig. Ich war sofort begeistert. Seitdem bin ich mit dem Rad im Ruhrgebiet unterwegs. Radfahren ist für mich Mobilität, Freiheit, Sport, Abenteuer!

Ich bin Kai und zeige Euch hier eine meiner Lieblingsstrecken (davon gibt es wahnsinnig viele). Ich hatte Glück und konnte meine Leidenschaft zum Beruf machen. Seit 2015 leite ich den Bereich Tourismus für das Duisburger Stadtmarketing. Viele meiner Termine mache ich mit meinem Faltrad. Wenn ich zum Beispiel im Landschaftspark Duisburg Nord zu tun habe, dann fahre ich oft am Rhein-Herne-Kanal durch den Duisburger Hafen zurück ins Büro, oder weiter nach Ruhrort, wenn ich dort einen Anschlusstermin habe.

Duisburger Innenhafen - Früher Getreidehafen, heute Flaniermeile

Weite Blicke, kaum Autoverkehr und jede Menge Möglichkeiten für schöne Pausen. Das findet Ihr auf den Streckenabschnitt, denn ich euch hier zeige. Der Duisburger Binnenhafen ist der größte der Welt. Wenn ihr die Tour „Stahlküche“ fahrt, passiert ihr genau diesen Streckenabschnitt mit viel rauer Schönheit. Wenn ihr dann nach Süden in Richtung Ruhrwehr unterwegs seid, könnt ihr einen Abstecher in den Duisburger Innenhafen machen. Früher Getreidehafen, in den 90er vom Architekten Sir Norman Foster umgestaltet und heute eine Flaniermeile mit Büros, Gastronomie, Parks, Museen und Marina. An Sommerabenden und an Wochenenden geht hier die sprichwörtliche „Luzie“ ab. Das ist in der Tat gelebter Strukturwandel.

Der schönste Sonnenuntergang der Region

Wenn ihr durch den Hafen weiter nach Westen fahrt, kommt ihr zum Duisburger Hafenstadtteil Ruhrort, den ich besonders ins Herz geschlossen habe. Hier liegen oft Flusskreuzfahrschiffe am Kai, Binnen- und Arbeitsschiffe sowieso. Außerdem gibt es hier den schönsten Sonnenuntergang des ganzen Ruhrgebietes zu bestaunen (ich schwöre). Am besten auf dem Leinpfad (dort liegt auch das Museumsschiff Oskar Huber) bei einem Bier oder Sekt, oder Cocktail. Es lohnt sich auch Ruhrort zu Fuß zu erkunden. Eine entsprechende Stadtteilkarte liegt fast überall aus. Weiter Richtung Norden geht es am Rheinufer entlang mit Blick auf Thyssen Krupp Steel und da erlebt ihr dann unsere Stahlküche live.

Wer ist Kai U. Homann?

Kai U. Homann wurde 1967 in Herten geboren. Nach verschiedenen Stationen bei Theater, Radio und Zeitung leitet er seit 2015 mit Leidenschaft den Geschäftsbereich Tourismus beim Duisburger Stadtmarketing „Duisburg Kontor“.

Auch wenn er beruflich immer viel unterwegs ist und seine Familie aus Norddeutschland stammt, ist Kai von Herzen „Ruhri“. Er ist stolz darauf, was die Menschen hier in den vergangenen Jahrzehnten geleistet haben und zuversichtlich in Bezug auf das, was wir hier in den kommenden Jahren noch bewegen werden.

Das Rad war für Ihn schon immer sein Lieblings-Fortbewegungsmittel. Als Kind, als Schüler, später als Student und im Beruf. Viele Routen, die heute touristisch vermarktet werden, ist er schon in den 90ern gefahren. Eine ganze Weile ist Kai sogar mit der Bochumer Kult-Truppe „Team Hollandse Frietjes“ Radrennen gefahren. Mit seiner Familie macht er immer noch regelmäßig Radurlaube – am liebsten Flusstouren. Seit 2006 gibt es in Herne das International Cycling Film Festival ICFF, inzwischen das größte und älteste in Europa! www.cyclingfilms.de. Kai ist dort resident DJ und begleitet das Festival oft bei Auslandsgastspielen. Radfahren ist für ihn nicht nur Sport und Fortbewegung, sondern ein Way Of Life.