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Julis November: Winterliche Gastro-Tipps fürs Ruhrgebiet

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, der November ist ja ein echter Sauhund, oder? Zu JEDEM anderen Monat fällt einem bei Bedarf doch irgendetwas Nettes ein, aber der November hat meiner Meinung nach leider wirklich nur trist, grau, nass, kalt und Co. in Petto. Na gut, er hat die Weihnachtszeit im Schlepptau, aber dafür heimst ja schon der Dezember die Pluspunkte ein. Das zählt folglich nicht. Was bleibt einem also Anderes übrig, als sich mit diesen 4 Wochen irgendwie bestmöglich zu arrangieren? Wie man das macht? Man muss sich von innen aufwärmen. Und das geht bekanntlich am besten mit leckerem Winterfutter, das wie bei Muttern schmeckt.

Also hab ich mich im Ruhrgebiet mal nach geeigneten Seelenfutterstellen umgesehen und kredenze Euch heute einige leckere "Da müsst Ihr unbedingt hin!"-Tipps mit dem schönen Zusatz "Dort schmeckt et nämlich wie hausgemacht". Meine winterliche Gastro-Tour führt mit >> Dortmund, >> Essen, >> Bochum und >> Duisburg einmal von Ost nach West quer durch den Pott. Also... darf ich bitten?!

Mitten im hippen Studentenviertel servieren Mutter und Tochter Döring mit ihrer regionalen Küche genau das, was der Name ihres Restaurants verspricht: "Lokales im Kreuzviertel". Ich freue mich riesig, dass ich diese schöne Gastronomie im Rahmen meiner Winterfutter-Recherche entdeckt habe, denn dort wurden meine "Anforderungen" wirklich aufs Vortrefflichste erfüllt. Zusätzlich zur regulären Speisekarte gibt es dort nämlich auch noch - frei nach dem Motto "Nur für kurze Zeit!" - eine saisonale Speisekarte, die einfach bombig ist.

Ende Oktober tummelten sich da die schönsten und kreativsten Kürbisgerichte und Flammkuchen. Im November werden Grünkohl, Wirsing und Gans diesen Platz einnehmen. Auch die normale Speisekarte kann sich mehr als sehen lassen und viele Gerichte kann man auf Wunsch ebenfalls in veganer Variante bestellen. Nun wollte ich Euch eigentlich von den sagenhaften Pfannkuchen vorschwärmen. Auf dem Apfelpfannkuchen liegen zum Beispiel ganze Apfelringe. Finde ich super! Aber dann habe ich im "Lokales im Kreuzviertel" den leckersten Nachtisch meines Lebens gegessen und deshalb mache ich Euch jetzt lieber damit den Mund so richtig wässerig.

Mutter Döring ist nämlich auf die tolle Idee gekommen, "Tassen-Crumble" anzubieten. Da führte für mich kein Weg dran vorbei und das sollte auch für Euch gelten. Eine Tasse Schoko-Aprikosen-Crumble und Ihr seid im lukullischen Himmel angekommen. Ehrenwort! Der Crumble wird mit einer Kugel Eis serviert und ist von innen wunderbar flüssig-warm. Diese Sünde ist wirklich jede Kalorie wert und treibt einem jegliches nass-kalte Gefühl sofort aus den Knochen. Danach kann man sich dann mit einem Lächeln auf den Lippen deutlich glücklicher durchs Schmuddelwetter nach Hause rollen.

Ebenfalls lecker-hausgemacht in Dortmund:
_Frau Weber kocht
(...und kauft jeden Morgen frisch ein. Deshalb weiß sie erst nach dem Einkauf, was auf dem täglich wechselnden Speiseplan stehen wird.)
_Kartoffelpott (...schmeckt nicht nur wie bei Muttern, sondern sogar wie beie Omma. Stampfkartoffeln in verschiedensten Variationen als gesundes Fast-Food to-go. Eine schöne Idee!)


In der Nähe des >> Bermudadreiecks hat sich eine ganz kleine Gastronomie versteckt, der meiner Meinung nach große Aufmerksamkeit gebührt. Die Rede ist vom "Café Safran". Dieses Lokal ist tatsächlich so klein, dass es nur einen Tisch beherbergt. Einfach mal dort vorbeigehen und darauf wetten, dass man einen Platz ergattert, ist also nicht ratsam. Eine Reservierung sei somit empfohlen. Wenn man aber erst mal in diesem Café sitzt, stellt sich die innere Uhr mit einem Schlag auf "Auszeit". Durch den kleinen Raum und den liebenswerten Inhaber entsteht eine ruhige, behagliche Atmosphäre und man fühlt sich wie zu Gast in einem privaten Esszimmer.

Die persische Speisekarte ist klein, aber fein, und zusätzlich gibt es wechselnde Spezialgerichte. Alles wird in einer offenen Küche nur ein paar Meter vom Esstisch entfernt frisch zubereitet und dann in Form von wahrlich riesigen Portionen mit leckerem Brot, Dips und diversen Gewürzen in kleinen Schälchen serviert. Von der sagenhaften Granatapfel-Walnuss-Soße werde ich wahrscheinlich noch in meinem nächsten Leben schwärmen. Versteht dies als bitte als unbedingten Verzehrhinweis. Nach der Futterei kann man noch eine heiße Tasse Tee mit frischer Minze genießen ehe man sich wieder nach draußen in die Usselwelt katapultiert... verbunden mit dem schönen Gefühl, an einem besonderen Ort ein wenig aufgetankt zu haben.

Ebenfalls lecker-hausgemacht in Bochum:
_Neuland (...gehobene Küche ohne Etepeteten-Quatsch mit fester und zusätzlich wöchentlich wechselnder Speisekarte in einem kreativen "Stadtzimmer", das von außen "nur" nach Schenke von anno Tubac aussieht.)
_Suppen-Schulz (...hier werden unter dem Motto "bio - fair - schnell" in einer offenen Küche täglich wechselnde Suppen- und Eintopfgerichte gekocht, die man auch wunderbar to-go draußen in der Kälte aus biologisch abbaubaren Verpackungen futtern kann.)


Hier möchte ich Euch kein stylisches Superbistro, sondern die "Viertelliebe" ans kulinarische Herz legen, denn schließlich ist es die Liebe, die durch den Magen geht und nicht irgendein Style. Die Chefin der Viertelliebe heißt Conny und Conny gilt durch ihre Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft absolut zu Recht als Mutter des Essener Südviertels. Aber auch der Rest ihres Teams hat sich echte Gastfreundschaft auf die gastronomische Fahne geschrieben. Folgende Geschichte erzähle ich immer wieder gern: An einem Montagabend war ich zu später Stunde in Essen unterwegs und hatte Hunger. Grooooßen Hunger. Aber überall waren bereits die Bürgersteige hochgeklappt, so dass selbst die Imbissbuden schon Schicht im Schacht hatten.

In der Viertelliebe brannte noch Licht und so sind wir dort eingefallen... mit leeren Mägen und langen Zähnen. Connys Mann stand hinter der Theke und teilte uns mit, dass auch seine Küche eigentlich bereits Feierabend gemacht hätte, aber er könne uns trotzdem schnell noch eine Lasagne machen, falls Lasagne genehm wäre. Wie nett ist DAS denn?! Ich wäre schon für ein Bütterken dankbar gewesen...die gibbet dort nämlich auch...wie bei Muttern eben. Dieses schöne "wie bei Muttern"-Gefühl gilt aber auch für die täglich wechselnden Süppchen, Eintöpfe, Aufläufe und Kuchen. Hier wärmt man sich einfach doppelt auf: mit hausgemachtem Essen und mit einer schönen Dosis heimeliger Herzlichkeit. In den Abendstunden finden in der Viertelliebe übrigens sehr schöne Konzerte und Veranstaltungen (z.B. Poetry Slams) statt. Fazit: Eine kreative Futterstelle, in der man sich wunderbar zu Hause fühlen kann. (Und die Kuchenstücke sind riesig!)

Ebenfalls lecker-hausgemacht in Essen:
_Café Livres (...mit einer kleinen Karte, tollen Salaten, großartiger Kuchenauswahl und täglich wechselnden, saisonalen Tagesgerichten. Wenn man am Fenster sitzt, kann man an dem gegenüberliegenden Haus eine gemalte Dschungelfassade beäugen...mitten im Großstadtdschungel ein schönes Detail zwischen der Hauptverkehrsstraße und dem S-Bahn-Verkehr.)
_Landgasthaus Brandenburg (...DAS Schnitzelparadies hoch zehn... und zwar schön aufm Land in Burgaltendorf.)


Dennis und Sarah haben der Stadt >> Duisburg mit ihrer "Krümelküche" ein veganes Wohnzimmer mit maximalem Wohlfühlcharakter geschenkt. Ihr wunderschönes Lokal im self-made-Look ist stets rappelvoll und ich habe selten irgendwo ein gemischteres Publikum gesehen. Mit anderen Worten: Hier fühlt sich wirklich jeder wohl... vom Ömmaken bis zum Hipster. Eine kleine Standardkarte bietet Burger und Sandwiches an, es gibt wöchentlich wechselnde Highlights wie z.B. lecker Erbsensuppe, und die Torten und Kuchen sind durch die Bank der Wahnsinn... ich sag nur Lavendel-Mohn-Torte!

Während Dennis vorne den Laden schmeisst, schwingt Sarah in der Küche Löffel und Pfannen und denkt sich in schönster Regelmäßigkeit einen kreativen Leckerknaller nach dem anderen aus. Musik ertönt über einen alten Plattenspieler, man speist von reizendem Vintagegeschirr mit Blümkes und Goldrand, kann Gesellschaftsspiele spielen oder Supernintendo zocken... und zwar in einem umgebauten Röhrenfernseher aus den 60ern. Etwa ein Drittel des Lokals beherbergt ein deckenhohes Regal, in dem Kleinkunst verkauft wird, sowie viele vegane Lebensmittelprodukte zum Direktkauf. Schön für die kalten Tage: In Kürze kann man sich vor einen Ofen muckeln, der mitten im Lokal thront und für noch mehr Behaglichkeit sorgt. Bei meinem letzten Besuch habe ich einige Gäste gefragt, was ihnen an der Krümelküche am besten gefalle. Die Antwort war durch die Bank die gleiche: Die herzliche Atmosphäre und die tollen Kuchen. Also... ein ausgefallener Ort, an dem die kreativen Gestaltungsideen der Inhaber im besten Sinne mit der schönen Atmosphäre und dem liebevoll zubereiteten Essen wetteifern. Hier wärmt sich sicher nicht nur das vegane Herzchen auf!

Ebenfalls lecker-hausgemacht in Duisburg:
_Mimi e rosa (...in einer kleinen, charmanten Räumlichkeit wird italienische Küche serviert, die nicht wie von der typischen "Italo-Pizzaria-Stange" wirkt und schmeckt, sondern mit einer Wochenkarte voller erlesener Zutaten und feinen Kreationen punktet.)
_Café Glück (...der Name ist Programm! Hier tummeln sich täglich wechselnde, frisch zubereitete Speisen zusammen mit gemütlichen, bunten Möbeln, schönem (käuflichen) Klimbim und einem Friseur (!) auf ganz wenigen Quadratmetern.)

Wo auch immer Ihr Euch durch den tristen Novemberussel schlagen werdet... ich wünsche Euch zwischendurch ein paar gemütliche und leckere Stunden!

heimatPOTTential

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