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Das Jahr der Trinkhalle

Folgend eine Übersicht über die Aktivitäten und Veranstaltungen im Jahr der Trinkhalle:

1.Kioskclub 06
Der erste Kioskclub 06 e.V. ( 01. KC 06) wurde im Jahr 2006 als erster seiner Art in Dortmund im alten Museum am Ostwall gegründet. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, den Kiosk, der mit der Entwicklung der Städte zu Großstädten und der Industrialisierung im 19. Jahrhundert eng verbunden ist, zu erforschen, zu dokumentieren und die Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Neben der Betrachtung der historischen Zusammenhänge und der Bedeutung der Kioske für die Stadtentwicklung in Deutschland und Europa geht es dem Verein auch um die Beleuchtung der Funktion und Bedeutung der Kioske in der aktuellen Gegenwart. Ein spezieller Fokus wird hier auf die Alltagskultur im direkten Umfeld der Kioske und Trinkhallen gerichtet. Der Kioskclub bildet somit eine einzigartige Informationsplattform für das international organisierte Netzwerk der unterschiedlichen Akteure, die sich mit diesem Themenfeld beschäftigen und denen die Wertschätzung der Kioske, Buden und Trinkhallen sowie deren Betreiber am Herzen liegen.

Der 1. Tag der Trinkhallen
Am 20. August 2016 wird der Mythos Bude in der Metropole Ruhr einen ganzen Tag lang völlig unkonventionell inszeniert und zelebriert. Die Ruhr Tourismus GmbH organisiert zum ersten Mal den Tag der Trinkhallen, bei dem außergewöhnliche Konzerte und spannende Lesungen in 50 Buden verteilt über die gesamte Region veranstaltet werden. Auch Kabarett, Theater, Tanz und Poetry Slam sollen die Besucher der Trinkhallen unterhalten. Die Auftritte werden in den Trinkhallen kostenlos angeboten, es soll die direkte kulturelle Begegnung und der persönliche Austausch zwischen den Künstlern und den Gästen an einem alltäglichen Ort wie dem Büdchen an der Ecke ermöglicht werden. Die Ruhr Tourismus GmbH lädt gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen im August 2016 zum „1. Tag der Trinkhallen“ ins Ruhrgebiet ein.

Kioskwallfahrt
Seit 2009 führt der Bochumer Schauspieler und Theaterkünstler Giampiero Piria seine so genannten Kioskwallfahrten durch. Dahinter verbirgt sich eine regionstypische Stadtführung, die dem interessierten Teilnehmer ein neues Bild der Stadt, nämlich das aus der Sicht der Kioskluke, vermittelt.
Auf festgelegten Routen, bei denen die Kioske die Ankerpunkte bilden, erhält der Gast Einblicke in stadtteilrelevante Zusammenhänge und bekommt einen unmittelbaren Eindruck vom Alltag und Leben der Menschen in der Region. Ergänzt werden die Führungen durch Darbietungen und Ausstellungen, welche die gesammelten Eindrücke um eine künstlerische Dimension abrundet. Nicht zuletzt geht es darum, die Kioske aus ihrer Beiläufigkeit zu entziehen und dem Teilnehmer als regionale Besonderheit, als Ikonen des Alltags und des regionalen Lebensgefühls zu präsentieren und somit zu würdigen.

Oldtimer-Budentour
Die Budentour ist sicherlich die außergewöhnlichste Old- und Youngtimer-Veranstaltung in 2016. Neben einer besonderen Streckenführung gibt es ein interessantes Rahmenprogramm, unter anderem mit einem Exklusivkonzert von Stefanie Heinzmann. Herzstück der Tour sind jedoch die Buden/Kioske im Ruhrgebiet. Fünfzig Buden werden im Rahmen der Rallye, aufgeteilt nach Startergruppen, von den bis zu 250 Teilnehmer-Teams mit ihren legendären Oldtimern aus der Wirtschaftswunderzeit angefahren. Bei den Zwischenstopps an den ausgewählten Buden-Standorten erhalten die Teilnehmer die für die Gesamtwertung der Tour notwendigen Kontrollstempel und lernen in den Gesprächen mit den Budenbesitzern, dass Revier, seine Menschen und die Lebenssituationen vor Ort aus einem besonderen Blickwinkel heraus kennen.

Trinkhallenausstellungen
Das LWL-Industriemuseum widmet sich der Geschichte und Gegenwart der Trinkhallen im Ruhrgebiet. Als Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur beleuchtet es die Entstehung der Trinkhallen als Verkaufsstellen für Mineralwasser in der Frühphase der Industrialisierung und ihre Entwicklung zu Verkaufsstellen für Gelegenheitskäufe, kommunikativen Zentren der Nachbarschaft und wichtige soziale Orte des Reviers. Auch in Zeiten des Strukturwandels haben sie ihre soziale Bedeutung im Ruhrgebiet behalten. Entsprechend bildet die originale Trinkhalle von Emmy Olschewski den Mittelpunkt der Ausstellung „Zum Wohl. Getränke zwischen Kultur und Konsum“, die vom 6. Mai 2016 bis zum 26. März 2017 in LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zu sehen ist. Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung der Trinkkultur und Kultgetränke im Ruhrgebiet und Westfalen im Industriezeitalter und geht auf die besondere Bedeutung der Trinkhallen für die Menschen im Revier ein. In Bochum gibt das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover mit einer Open Air-Ausstellung vom 14. August bis 2. Oktober 2016 Einblicke in die Vielfalt und Originalität der Trinkhallen des Ruhrgebiets in Geschichte und Gegenwart. Die Schau stellt die Ausstattung und Architektur der Trink-hallen, ihre Betreiber und Kunden in den Vordergrund.


Mehr Infos unter:

www.ruhr-tourismus.de/Jahr-der-Trinkhalle

www.oldtimer-budentour.de
www.lwl-industriemuseum.de
www.kcmo.de
www.ruhr-tourismus.de/Kioskwallfahrt

Ansprechpartner Unternehmens-kommunikation

Sarah Thönneßen, Marktforschung & Unternehmenskommunikation

s.thoennessen(at)ruhr-tourismus.de

Tel.: +49 208 89959 111