Dortmund
Dortmunder U und mehr als 400 Veranstaltungen: Dortmund legt volles Programm zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 auf
Mit mehr als 400 Einzelveranstaltungen in über 80 Projekten ist Dortmund für das Jahr der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 bestens aufgestellt. An jedem Tag des Jahres 2010 gibt es mindestens ein Mal Kulturhauptstadt in Dortmund. An jedem Tag wird der Wandel der einstigen Industriestadt zur Kulturstadt sinnlich erlebbar. Das Symbol des Aufbruchs, prägnantes Wahrzeichen mitten in der Stadt und „Flaggschiff“ der Kulturhauptstadt ist das Dortmunder U.
Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität
Das denkmalgeschützte, 1928 erbaute Kellereihochhaus der ehemaligen Union-Brauerei verwandelt sich in ein „Zentrum für Kunst und Kreativität“. Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, Forschung, Bildung und Medienkunst ziehen ein. Die dauerhafte Nutzung durch das Museum Ostwall und die Ansiedlung der Dortmunder Kreativwirtschaft am U-Turm garantieren einen nachhaltigen Entwicklungsschub für ganz Dortmund – auch über das Jahr 2010 hinaus. Das Motto der Kulturhauptstadt „Kultur durch Wandel – Wandel durch Kultur“ wird hier sinnfällig erlebbar. Diese neuartige Verzahnung von Wissenschaft, Kunst, Bildung und Wirtschaft macht das Dortmunder U im Bereich der kreativen Ökonomie zu einem einzigartigen Innovationszentrum in Europa. Die erste Begegnung der Öffentlichkeit mit dem Dortmunder U ist für den 9. Mai geplant, den Beginn der „Local Hero“-Woche im Rahmen der Kulturhauptstadt. Ab Ende Mai sind Adolf Winkelmanns „Bewegte Bilder“ an der Außenfassade sowie zwei weitere Installationen des renommierten Dortmunder Film-Künstlers im Foyer des U-Turms und an den Innenwänden, der so genannten ‚Kunstvertikalen’, zu erleben. In der 1. bis 3. Etage des Turms werden erste Ausstellungen
präsentiert. Zu sehen ist unter anderem die Medienkunst-Schau „Agents & Provocateurs“, die der Hartware Medienkunst Verein im Rahmen des landesweiten Festivals „scene: ungarn in nrw - 40. Internationale Kulturtage der Stadt Dortmund“ organisiert. Ab Mai finden bereits zahlreiche
Veranstaltungen statt – ab dem Sommer teilweise auch auf den neu gestalteten Plätzen im Umfeld des U-Turms. Dazu zählt das Festival „RuhrHochDeutsch“: Von Juli bis September stellt die Creme de la Creme der heimischen Kabarett-Szene in einem historischen Spiegelzelt vor dem U ihr Können unter Beweis.
Zug um Zug werden dann die weiteren Etagen im U-Turm frei gegeben: Im August eröffnet die Kathedrale in der 7. Etage mit der Gastronomie. In den Etagen 4 und 5 lädt das Museum Ostwall ab Ende September unter der Leitidee „Das Museum als Kraftwerk“ zu einem Rundgang durch die Neupräsentation seiner kostbaren Sammlung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Und die 6. Etage, die Wechselausstellungen vorbehalten ist, eröffnet offiziell Anfang Oktober mit der Schau „Die Bewegung der Bilder. Kunst und Film von 1950 bis heute“, einer Kooperation des Museum Ostwall mit dem Centre Pompidou in Paris.
Von „Audiodigitale“ bis „Zeitinsel“, von Konzerthaus bis Stadtteilfest
Von der „Audiodigitale“, einem Festival für Freunde der elektronischen Musik und digitalen Popkultur (28. bis 30. Oktober) bis zu „Zeitinseln“, die dem türkischen Komponisten und Pianisten Fazil Say (10. bis 13. März) und der italienischen Mezzosopranistin Cecilia Bartoli (19., 29. Juni, 1. Juli) gewidmet sind; von Darbietungen im Konzerthaus bis hin zu Stadtteilfesten; von
Musik und Theater über Ausstellungen und Festivals bis hin zu Kinder- und Jugendprojekten und langen Nächten: Das prall gefüllte Veranstaltungsprogramm bietet Spannendes für alle Dortmunderinnen
und Dortmunder und die Gäste von nah und fern. Hier einige Beispiele:
Ein Schwerpunkt des Dortmunder Programms liegt auf der Musik. Alle Ausdrucksformen der Stimme – von Klassik über Jazz bis hin zu Welt- und Popmusik - sind beim Festival „Klangvokal“ vom 11. Mai bis zum 10. Juni erlebbar. Vom 12. bis 16. Mai ist Dortmund die deutsche Chorhauptstadt: Dann treten die besten deutschen Chöre miteinander in den Gesangs-Wettstreit. Und „Juicy Beats“, das Festival für elektronische Musik und Independent Music, verwandelt den Westfalenpark am 31. Juli in eine Partyzone.
Auch für Kinder und Jugendliche gibt es ein breites Programm: Da wetteifern rund 60 Crews bei der Deutschen Meisterschaft im HipHop Streetdance am 13. März um den Einzug ins Finale. Da erarbeiten Jugendliche in dem Theater-Projekt „pottfiction“ mit künstlerischen Mitteln ihre Vision
von der Zukunft (Sommer). Und bei der „Nacht der Jugendkultur“ (3./4. Juli), einem ruhrgebietsweiten Höhepunkt, bestimmen Jugendliche selbst, was abgeht.
Über mehr als 30 Standorten ehemaliger Kohlenschächte in Dortmund schweben beim Kunst-Projekt „Schacht-Zeichen“ vom 22. bis 30. Mai große Heliumballone. Flankiert werden sie durch einige Stadtteilfeste, bei denen Anwohner und Besucher gemeinsam feiern. Auch bei „Still-Leben“, dem großen Fest der Alltagskulturen am 18. Juli, wird es zahlreiche Begegnungen geben. Von Duisburg bis Dortmund wird die B1/A40 auf 60 Kilometern zur längsten Tafel der Welt: Allein auf Dortmunder Stadtgebiet laden über 4.700 Tische zum Verweilen ein.
Detaillierte Informationen über das Programm gibt es unter www.ruhr2010.dortmund.de , ab dem Frühjahr auch in englischer Sprache.
(Stadt-Pressedienst vom Februar 2010, Kontakt: Dagmar Papajewski)













