Zechensiedlung Teutoburgia

Eine der schönsten Bergarbeitersiedlungen des Reviers, die Teutoburgia-
Siedlung, ist ein herausragendes Beispiel einer nach gartenstädtischen
Prinzipien angelegten Siedlung mit einem parzellenübergreifenden
Gestaltungskonzept. Die Bebauung ist mit einem hohen Anteil von
niedriggeschossigen Doppelhäusern und großen Flurstücken stark aufgelockert und durchgrünt.


Als Arbeitersiedlung im Osten Herne (Stadtteil Börnig) gelegen, entstand sie zwischen 1909 und 1923 in zwei Bauphasen. Auf einer Fläche von ca. 22 Hektar finden sich gut 580 Wohnungen in etwa 140 Gebäuden. 1925 wurde die Zeche Teutoburgia stillgelegt; die Siedlung überdauerte bis in die späten 80er-Jahre ohne durchgreifende Modernisierung. 1988 wurde die Siedlung mit öffentlichen Mitteln umfassend saniert, wobei das Gesamtensemble beispielhaft dem Originalzustand angenähert und die Einzelgebäude behutsam modernen Wohnbedürfnissen angepasst wurden.

Zur Teutoburgia-Siedlung gehören auch der Kunstwald, der Förderturm und die Maschinenhalle. Alle vier Bestandteile zusammen ergeben eine harmonische Komposition. Als historisches Denkmal gehört die Gartenstadtsiedlung zur Internationalen Bauausstellung (IBA) und erstrahlt seit 1998 in neuem Glanz.

Liebevoll restaurierte Bergarbeiterhäuser zeugen vom Bewusstsein um städtebauliche Qualitäten und von der Verantwortung von Unternehmen gegenüber ihren Beschäftigten. Heute wohnen die ehemaligen Kumpel und deren Nachfahren in einem unvergleichlichen Ambiente.

Anschrift:
Baarestraße, 44627 Herne-Börnig

Anreise mit Bus und Bahn:
Haltestelle "Herne-Börnig"

 

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