Die Bramme auf der Schurenbachhalde
Die Halde mit der jüngsten Geschichte ist mit 86 m ü. NN die größte in Essen. Die Schurenbachhalde ist durch die Aufschüttung von Bergematerial der Zeche Zollverein seit den 70er Jahren entstanden.
Unter dem Motto „Waldpark Schurenbach“ wurde der Halde in den 80er Jahren ein neues Gesicht verliehen. Die Anpflanzung von rund 250.000 Bäumen sowie die Anlage von Teichen und Sitzmöglichkeiten machten sie von einem Ort des industriellen Abfalls zu einem mit hoher Aufenthaltsqualität.
Während man beim Aufstieg noch die vegetative Vielfalt bestaunen kann, so erwartet einen auf dem Plateau der Schurenbachhalde angekommen ein landschaftlicher Gegensatz. Eher bescheiden und spärlich gestaltet könnte man den Eindruck hier beschreiben. Doch manchmal ist weniger mehr.
Aus einer Mondlandschaft gleichenden Ebene ragt eine 15 m hohe Bramme empor, betitelt mit dem Namen „Bramme für das Ruhrgebiet“. Knapp 70 Tonnen wiegt die vom amerikanischen Künstler Richard Serra installierte stählerne Bramme. Ihre Gestalt ist in der industriellen Fertigung noch eine Rohform, als künstlerisches Element ist sie hier jedoch vollkommen. Sie ist schlicht, Ausdruck minimalistischer Kunst und entfaltet große Wirkung. Steht man unmittelbar davor, wirkt sie wuchtig und irritiert zugleich durch ihre leichte Neigung von 3 Grad.
Durch die karge Landschaft auf der Halde eröffnet sich ein guter Rundumblick über das Ruhrgebiet. Zu sehen ist von hier z.B. der Tetraeder auf der Beckhalde in Bottrop, der Gasometer in Oberhausen, die Zeche und Kokerei Zollverein sowie die Skyline von Essen.
Sehenswertes:
"Bramme für das Ruhrgebiet" von Richard Serra, "Waldpark Schurenbachhalde"
Anschrift:
Emscherstraße, 45329 Essen
Anreise mit Bus und Bahn:
600 m bis zur Haltestelle "Heßlerstraße", Essen
Geodaten: 51° 30′ 43.2″ N, 7° 1′ 4.8″ E
Restauranttipps in der Umgebung:
Stadt Essen















