Zechensiedlung Hervest

Zechensiedlung Hervest© Iris Klahn
Bei einem Spaziergang durch die denkmalgeschützte Gartenstadt im Ortsteil Hervest in Dorsten erfahren Sie viel über die Bergbau-Vergangenheit des Ruhrgebiets und darüber wie sich die Region gewandelt hat. Hervest gehört zu den schönsten Zechensiedlungen in der Metropole Ruhr.
Der Rundgang zeigt, wie Bergleute im Ruhrgebiet mit ihren Familien in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Schatten ihres Bergwerks lebten. Nach Gründung der Zeche Fürst Leopold im Jahre 1910 fehlte es in Dorsten an ausreichendem Wohnraum für die benötigten Bergleute. Eine neue attraktive Siedlung sollte Unterkunft bieten und zusätzliche Bergarbeiter nach Dorsten locken.
Für den Bau der Kolonie wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, den der bekannte Architekt Eggeling gewann. Auf mittelgroßen Grundstücken wurden individuelle Häuser im Gartenstil gebaut.
Die 1 ½ geschossigen Häuser wurden so konzipiert, dass sie für 4, 6 und mehr Kinder Platz boten. Eigene Außenzugänge, freistehende Stallgebäude und große Gartenflächen gaben die Möglichkeit für die Haltung von Haustieren. Auf dem Marktplatz, mit seinen Laubengängen und Geschäften, trafen sich die Bewohner zum regen Informationsaustausch.
1984 wurde die Siedlung saniert, wobei das ursprüngliche Erscheinungsbild erhalten blieb. Mittlerweile ist der überwiegende Teil der Häuser in Privatbesitz.
Anschrift:
Brunnenplatz, 46284 Dorsten
Anreise mit Bus und Bahn:
Haltestelle "Hauerstraße"
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